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Was ist Historische Fechtkunst?

Heutzutage denkt man bei dem Begriff Kampfkunst meist an asiatische Kampfkunst, doch weit gefehlt. Der Begriff „Historische Fechtkunst“ steht für die im europäischen Mittelalter gebräuchlichen Künste des Kampfes. Aus historischen Quellen wurde das Wissen europäischer Kampfküste rekonstruiert und für die Moderne wiederentdeckt. Umgesetzt werden diese in sportlicher Art und Weise.

Wie bei anderen Kampfkünsten wird auch hier Sicherheit großgeschrieben. Historische Fechtkunst bezeichnet den Kampf, die Übung und das Spiel in verschiedenen Klassen, zum Beispiel: Ringen, Dolch, Stabwaffe, Buckler und Schwert, Langes Schwert oder das Lange Messer. Heute werden diese in einem sportwissenschaftlichen, modernen und strukturierten Trainingsablauf dem Schüler vermittelt und weitergereicht.

Fechtbuch


Woher kommt Historische Fechtkunst?

Bis heute haben sich im Sportfechten drei Waffen erhalten, der Degen, das Florett und der Säbel. Die Tradition und der Umgang mit dem Schwert gingen jedoch verloren.

Das 13. - 17. Jahrhundert liefert zahlreiche Aufzeichnungen und Quellen zum Umgang mit dem Schwert. Hauptsächlich in Deutschland wurden zahlreiche Fechtbücher verfasst und zum Teil mit Bildern illustriert. Besondere Beachtung gilt hier der Tradition Johannes Liechtenauers, welcher im 14. Jahrhundert lebte und lehrte. Er wird von damaligen Fechtbuchautoren und Fechtmeistern als wahrer Meister in der Fechtkunst beschrieben.
In den letzten Jahrzehnten wurde die historische Fechtkunst recherchiert und rekonstruiert, dabei werden auf Schrift- und Bildquellen des 13. bis 17. Jahrhunderts zurückgegriffen. In mühsamer Arbeit werden alte Manuskripte aufgearbeitet und wieder zu einer lebendigen Kampfkunst geformt. Die rekonstruierten Techniken werden erprobt und wieder mit der Quelle verglichen, bis eine konkrete Technik entsteht die in den Trainingsplan eingearbeitet werden kann. Umgesetzt werden die Erkenntnisse in einem praktischen Training in sportlicher Art und Weise.
Die Kunst des europäischen Schwertfechtens erlebt in den letzten Jahren eine wahre Renaissance.

Gambeson

Wer kann historische Fechtkunst lernen?

Ob Jung oder Alt, jeder der möchte kann bei uns die Kunst des historischen Fechtens erlernen. Vorkenntnisse sind keine erforderlich, sportliche Erfahrung ist von Vorteil. Häufig bringen ältere Fechter viel Erfahrung und Voraussicht mit in den Fechtunterricht, jüngere hingegen sind dafür reaktiv auf Zack.
Schaut bei uns vorbei und lernt die Faszination dieser alten Kunst kennen.

SchwertMaske

Wie sieht ein Trainingsablauf aus?

Unser Training entspricht aktuellen sportwissenschaftlichen Erkenntnissen, ist gesundheitsorientiert und individuell angepasst. Verschiedene Aufgaben schulen die unterschiedlichsten Fähigkeiten in der Historischen Fechtkunst. Wir achten vor allem auf einen abgestimmten und strukturierten Trainingsplan, der aufeinander aufbaut. Das wichtigste am Training ist und bleibt die Freude daran gemeinsam zu lernen und Neues zu erfahren.
Hier nun ein allgemeiner Ablauf einer Trainingseinheit:

Die Einleitung:
Als erstes beginnen wir mit einem passenden Aufwärmprogramm und bringen unseren Körper auf Betriebstemperatur. Es folgen Stabilisationsübungen und die Vorbereitung des neuromuskulären Systems, dies schützt passive Strukturen wie Gelenke und Bänder vor Verletzungen. Im Anschluss folgt eine spezifische Übung zum jeweiligen Thema der Stunde.

Der Hauptteil:
Nach der Begrüßung und kurzen Wiederholung der letzten Stunde, befassen wir uns im Hauptteil hauptsächlich mit der jeweiligen historischen Trainingswaffe und dem Thema der Stunde. Technik-, Rhythmus-, Beweglichkeits- und Komplexübungen werden in stufenweise steigender Schwierigkeit dem Schüler nahe gebracht. Wiederholungen und stetige Steigerungen bringen einen hohen Trainingseffekt und sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Kurze Trinkpausen dienen der Konzentrationsregeneration und sorgen für einen ausreichenden Flüssigkeitshaushalt. Individuelle Betreuung, Korrektur, Anpassung und Förderung gehört zum Aufgabenbereich des Trainers und werden an den Schüler weitergegeben.

Der Schluss:
Den Schluss bildet ein kurzes Lockerungs-, Abwärm- und sportartspezifisches Dehnprogramm. Anschließend folgt je nach Hauptteil ein Kräftigungsprogramm, eine spezielle Abschlussübung, eine Reflexion über das erlernte oder ein abschließender Theorieteil.

 

 

 

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